Gute Nachrichten für Apple: Trotz Kaufzurückhaltung bei Smartphones konnte das iPhone in China zuletzt zulegen. Damit wächst Apple in einem für das Unternehmen schwierigen, aber auch außerordentlich wichtigen Marktumfeld.
Die Smartphone-Verkäufe in China sind im ersten Quartal 2026 um vier Prozent im Jahresvergleich zurückgegangen. Das geht aus aktuellen Daten des Marktforschers Counterpoint Research hervor. Als Hauptgründe gelten ein hoher Vergleichswert aus dem Vorjahr infolge staatlicher Förderprogramme sowie steigende Kosten für Komponenten, insbesondere Speicher.
iPhone-Verkäufe wachsen gegen den Trend
Trotz des insgesamt rückläufigen Marktes konnte Apple unter den führenden Herstellern das stärkste Wachstum verzeichnen. Die iPhone-Auslieferungen legten um 20 Prozent zu, getragen von der Nachfrage nach der aktuellen Generation sowie von Preisaktionen und Subventionen. Damit rückte Apple auf den zweiten Platz im chinesischen Markt vor.
An der Spitze liegt weiterhin Huawei mit einem Marktanteil von 20 Prozent und einem moderaten Wachstum von zwei Prozent. Das Unternehmen profitiert laut Analyse von stabilen Beziehungen zu lokalen Zulieferern, die die Auswirkungen steigender Kosten abfedern.
Auf Rang drei folgt OPPO, das nach der Integration von realme weiterhin zu den größten Anbietern zählt. Die Marke OnePlus konnte innerhalb der Gruppe deutlich zulegen. vivo wuchs ebenfalls leicht, vor allem im mittleren und unteren Preissegment.
Deutlich unter Druck stand dagegen Xiaomi, dessen Auslieferungen um 35 Prozent einbrachen. Als Grund nennt Counterpoint schwächere Verkaufszahlen zentraler Modelle im Vergleich zur Vorgängergeneration.
Für den weiteren Jahresverlauf erwartet Counterpoint einen anhaltenden Gegenwind für die Branche. Insgesamt könnten die Smartphone-Auslieferungen in China 2026 um rund neun Prozent sinken. Hersteller sehen sich gleichzeitig mit rückläufigen Stückzahlen und sinkenden Margen konfrontiert. Apple gilt in diesem Umfeld als vergleichsweise gut positioniert, da der Konzern steigende Kosten eher intern auffangen kann, während Wettbewerber stärker zu Preiserhöhungen gezwungen sind.

